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Proverb

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: "Wer einschläft mit Popo die kratzt, der aufwacht mit Finger die stinkt!!"

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Bye, bye my friend -- by Kai

Hey Bene,

jetzt ist es Freitag 19. Dezember 2008 so 12:20 rum in der Perle Hong Kong. Wollt dich eigentlich grad anrufen und fragen ob du mitgehst auf die Games Convention, da ist mir eingefallen dass du ja gar nicht mehr da bist. Komisch!?!?! Du weißt ja, unser Ding ist alles was krach macht und blinkt und ... ja du weißt ja was ich mein

Ich glaub die Leute daheim können sich nur schwer vorstellen wie es für uns alle ist, wenn jetzt einer nach dem anderen abreist mit dem man ein halbes Jahr jeden Tag verbracht hat. Also ich kann von mir aus mit Fug und Recht behaupten: "Ich mag es genauso wie food sharing, absolut gar nicht!!!"

Wir sehen uns ja spätestens im Oktober wieder wenn es heißt: "Hallo süße, kleine, schucklige HTWG Konstanz!!" Bääääähhhh, wo zur Hölle gibt es da nen 7-Eleven oder nen Li Ka Shing Tower mit den gemütlichsten (eigentlich nicht für Studenten vorgesehenen) Toiletten der Erde? Nirgendwo!! Hahahaha

Oh, was ich dir noch sagen will, du hast den mit Abstand, nein mit großem Abstand wichtigsten Punkt auf der Liste vergessen und zwar.

(Trommelwirbel)

- ich habe zum letzen mal den göttlichen, umwerfenden, mich ein halbes Jahr ernährenden und immer wieder aus dem Kater befreienden Saft des Mr. Juicy in Hong Kong genossen

 Ich hoffe du hast deinen Flug zurück nach Deutschland genossen (ich weiß ja wie du das Fliegen liebst Hahahah) und kannst jetzt mit deinen Kumpels Trier unsicher machen. Wünsch dir viel Spaß dabei, lass es krachen und genießt das chinesische Bier!!!!

War ne schöne, unvergessliche Zeit hier. Behalte sie gut in Erinnerung, denn auch wenn wir mal wieder hierher zurück kommen, wird es nie wieder das gleiche sein.

Viele Grüße von allen Freunden die du hier kennengelernt hast!
We miss ya all!!!

 

Sooooo long from (fanciest place on earth) Hong Kong

 

P.S. Um dem ganzen noch ne lustige Note zu geben, geb ich dir nen kleinen Insider aus den letzten Wochen Hong Kong mit und zwar: "Ich schau grad nebenher DSF und es gefällt mir gar nicht was ich da seh. Da ist ein Traktor, der wird gezogen und, sag mal kann es sein dass ......." Hahahahahaahah

Bye Bye my friend

19.12.08 05:51


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Hong Kong, meine Perle -- by Bene

Freitag, 19.12.08, 4:42 Uhr (morgens).

Lang, lang ist´s her, dass ihr etwas aus HK lesen konntet und ich entschuldige mich hiermit offiziell dafür.

Als Grund für diese Vernachlässigung gebe ich jetzt einfach mal die heute beendete Prüfungszeit an. Ja, richtig gelesen, das Semester ist zu Ende, hatte heute meine letzte Prüfung.

 Hinzu kommt, dass ich in nicht einmal neun Stunden im Flugzeug nach Deutschland sitzen werde. Was mir ein bisschen Angst macht, ist dass es hier momentan 20°C hat, ich aber in Deutschland bei Minusgraden aus dem Flugzeug aussteige und mir wirklich alles abfrieren werde.

Zu den letzten Tagen:

- ich bin gestern das letzte Mal mit der MTR gefahren

-ich habe heute das letzte Mal mein Lieblingsessen, Curry-Pork Thai Style gegessen

-ich war am Freitag das letzte Mal auf dem Ladie´s Market

-ich war gestern das letzte Mal auf dem Temple Street Market

-ich war am Samstag das letzte Mal in Wan Chai (unglaublicher Abend)

-ich war heute das letzte Mal in Lan Kwai Fong

-ich war heute das letzte Mal an der Uni

-ich bin heute das letzte Mal Taxi gefahren

-ich war heute das letzte Mal mit Felix eine rauchen

-ich war heute das letzte Mal im Parc´n´Shop einkaufen

-ich habe gestern das letzte Mal bei Mrs. Fields Cookies gegessen

-ich habe heute das letzte Mal Hong Kong Dollar abgehoben

-ich habe heute das letzte Mal meine Freunde hier gesehen

und,und,und...

Eine schöne Geschichte noch zum Abschied:

Emad hatte mich heute gefragt, ob wir abends zusammen mit Verena essen gehen sollen und ich war wirklich unentschlossen, ob ich heute nach der Prüfung überhaupt noch die Halls verlassen sollte. Hab mich aber entschieden, doch mitzugehen. Wir sind dann zu 6 (die zwei anderen Amigos und Lili waren auch noch dabei) losgelaufen und wir hatten gemeinsam scheinbar zufällig ein Restaurant ausgewählt.

Als wir dort ankamen erwarteten uns Justin, Felix, Pauline, Ryan, Erol. Das ganze war also wie eine Überraschungs-Abschieds-Party für mich, was mich äußerst gefreut hat. War ein abgefahren geiles brasilianisches Büffet, all you can drink, so wie ich es mag.

Anschließend sind alle, bis auf Emad, der in 4 Stunden eine Klausur schreibt und immer noch am Lernen ist, nach Lan Kwai Fong gefahren, um noch ein wenig zu feiern. Zum Glück konnte ich meinen Alkoholkonsum im Zaum halten, hätte nämlich keine Lust, einen 12-Stunden-Flug mit Kater anzutreten.

So, jetzt verabschiede ich mich von Hong Kong, bedanke mich bei allen Freunden, die ich hier gefunden hab, allen Interessierten, die diesen Blog gelesen haben, bei allen, die mich vermisst haben, allen, die mich unterstützt haben und natürlich bei Hong Kong, meiner Perle...

So long from Hong Kong! See you in Germany!

P.S.: ich freu mich tierisch auf Trier!

P.P.S.: ich kann euch nicht versprechen, dass ich nicht noch einmal in Deutschland von mir hier hören lasse. Ist vielleicht interessant noch einmal von meiner Zeit hier zu berichten, wenn ich schon eine Weile wieder zu Hause bin...

18.12.08 22:08


Party like a rockstar... - by Bene

Samstag, 29. Novemeber 2008, 14:14 Uhr.

 

Da mir von dem ganzen Lernen und der Putonghua-Klausur letzten Donnerstag die Decke auf den Kopf gefallen ist, hab ich mich entschlossen, gestern mal eine Auszeit zu nehmen und mal wieder richtig Party zu machen.

Letztendlich war ich den ganzen Abend in nem Club, wo es bis 1 Uhr Freigetränke gab und anschließend auf ner Afterparty, um wieder runter zu kommen. War um 6 Uhr zu Hause und ich dachte, der Abend war wirklich verrückt und nur schwer zu toppen...

 

... bis Emad mich vor einer halben Stunde eines Besseren belehrt hat. Mein Mitbewohner stürmt das Zimmer um 13:45 Uhr, vollkommen aufgedreht, geht duschen, putzt sich die Zähne und ist dann zu einem BBQ für die Exchange Studenten wieder abgehauen.

In den 20 Minuten, die er hier war, ist er mir erstens tierisch auf die Eier gegangen, hat Fotos von mir geschossen, wie ich mit roten Augen im Bett liege und hat mir kurz von seinem Abenteuer erzählt. 

Wir waren ja gestern Abend die ganze Zeit zusammen unterwegs... Und als wir in diesen Club mit Freigetränken gegangen sind, war es bereits 00:00 Uhr. Blöd bei Open Bar bis 1... Also haben wir uns an die Bar gestellt und getrunken, was das Zeug hält, weil wir den Eintritt ja wieder gut machen wollten. Ich hab also in der einen Stunde 5 Longdrinks getrunken, womit ich meine 12 € Eintritt definitiv wieder drin hatte. Emad hat 8(!) Longdrinks in einer Stunde runtergekippt. Ich hab ihm damals schon gesagt, dass er irgendwann umkippt. Sein letztes Freigetränk war übrigens eine Sprite...

Nach dem Club hatten wir uns dann irgendwie verloren, keine Ahnung warum, auf jeden Fall waren die anderen was Essen und wir haben uns am 7-eleven wieder getroffen und sind anschließend in so eine Bar gegangen, wo Reggae und Jazz lief, also genau das Richtige, um einen guten Abend ausklingen zu lassen. Ich hab mir dann um 5:30 Uhr mit Lili und Verena(Emads Freundin) ein Taxi heim genommen. Mein persisch-dänischer Mitbewohner hatte aber offenbar keine Lust, die Segel schon zu streichen. Und hier beginnt die Odyssee...

Emad ist dann nach dieser Bar mit einem anderen Dänen und einem Deutsch-Amerikaner in einen Club gegangen, bis etwa 7 Uhr morgens. Dann sind die drei in ein Taxi eingestiegen, wo Emad aber eine Straße weiter wieder ausgestiegen ist, weil er fast kotzen musste. Also saß der Junge alleine in Lan Kwai Fong auf dem Bürgersteig und hatte die glorreiche Idee, in einen Zoo zu gehen. Also st er aufgestanden und in den botanischen Garten gelaufen! Er wollte einfach unbedingt Tiere sehen, hat er zu mir gesagt.

Dann ist er irgendwann in ein Sammeltaxi eingestiegen. Dieses hätte ihn auch nach Hause gebracht - es war mittlerweile schätzungsweise 9 Uhr - wenn er nicht eingeschlafen wäre.

Und so wacht der kleine Emad plötzlich an der Grenze zu China auf...

Er muss also zwischen 90 Minuten und 2 Stunden in dem Minibus geschlafen haben! Ein Wunder, dass er nicht die glorreiche Idee hatte, nach China einzureisen. Stattdessen hat er wohl angefangen, mich zu vermissen und ist die Heimreise angetreten.

Und nun sitzt das Partytier volltrunken neben seiner Freundin im Bus nach Repulse Bay, wo das BBQ stattfindet. Ich kann mir vorstellen, wie die sich über seine Fahne aufregt...

Und der arme Bene muss heute mit einem Kater noch Einiges für sein Gruppenprojekt erledigen.

In diesem Sinne:

So long from Hong Kong!

29.11.08 07:44


Ein Prosit der Gemütlichlichkeit / One world one dream -- by Bene

Sonntag, 23.11.2008, 18:45 Uhr.

 

Ich weiß der letzte Eintrag ist schon eine Weile her, aber wir haben zur Zeit so unglaublich viel zu tun, dass wir vor lauter studieren keine Zeit mehr für sonstige Freizeitaktivitäten haben...

Aber, da Simon neue Fotoalben online gestellt hat, möchte ich euch natürlich die entsprechenden Geschichten dazu nicht vorenthalten.

Fangen wir mit dem "German Bierfest Marco Polo Hong Kong 2008" an:

Jedes Jahr findet im Marco Polo - Hotel in TST besagtes deutsches Volksfest statt. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Das Hotel ist im gleichen Gebäude wie das "Harbour-City", Hong Kong´s größte Shopping Mall. Das Bierfest ist auf dem Dach dieses Hotels mit herrlicher Aussicht auf Hong Kong Island. Ein paar Bierzelte aufgebaut, ein Hauptzelt mit Musik und ein Haufen Essenstände mit deutschen Spezialitäten.

Zu der Musik: Die Band/Blaskappelle, die für die Musik sorgte hieß die "Notenhobler". "NOTENHOBLER"!!! Ich hab mich nicht mehr gekriegt, als ich den Namen gelesen hab. Anscheinend irgendeine zusammengewürfelte Band, bestehend aus Freizeitmusikern und Musikstudenten(!), die Gassenhauer wie "in München steht ein Hofbräuhaus", "Dancing Queen" und "Ein Prosit der Gemütlichkeit" zum Besten gab und alle 5 Minuten zum "Zicke, zacke, zicke, zacke, HOI, HOI, HOI" aufriefen. Unglaublich! Das Beste war aber, dass das den Chinesen unglaublich gefallen hat! Hunderte Chinesen, die entweder schunkelnd auf der Bank ihre Schweinshaxe gegessen haben, oder, was wesentlich häufiger vorkam, mit dem Bierkrug in der Hand auf der Bierbank stehend das "Hoi Hoi Hoi" auf das vorangegangene "Zicke zacke zicke zacke" zurückzubrüllen. Das muss man sich mal vorstellen! Ein göttlicher Anblick...

Beim Alphorn-Wettblasen, sind die weiblichen Chinesinnen dann natürlich vollkommen durchgedreht und haben ihr Künste an diesem riesigen Blasinstrument zum Besten gegeben.

Zum Essen: SCHMACKOFATZ!

 Nürnberger, frisch gebackene Brezeln, Schweinshaxe, Apfelstrudel, Schwarzwälder Kirschtorte, Sauerkraut, Kartoffelbrei, usw...

Hab mir eine Vorspeisenplatte mit Schwarzwälder Schinken und diversen Käsesorten gekauft und später noch Nürnberger mit Kartoffelsalat. Emad hat zu Lamm mit Rotkohl und Kartoffelbrei gegriffen während Justin sich mit der Schweinshaxe vergnügt hat. Alles sehr, sehr lecker.

Irgendwann nach der Happy Hour hab ich mich gewundert, warum die Chinesen und alle anderen Europäer es so unglaublich geil finden, die niederste Form des deutschen Kulturguts - Schunkeln und Gröhlen - für total überteuerte Preise zu Hunderten auszuüben. Emad meinte dazu nur, dass in den Augen der Anderen ein Klischée war geworden ist. Ich bin ja der Meinung, dass die Chinesen denken, dass in Deutschland jeder das ganze Jahr über mit Lederhosen und Bierkrug in der Hand rumläuft.....

 

Sooooo, dann waren Simon und ich ja auch noch in Beijing und haben uns dort etwas die Stadt angeschaut.

Unser Hotel, das "Days Inn" lag direkt im Stadtzentrum, östlich von der Verbotenen Stadt und zwei Minuten vom Platz des himmlischen Friedens(Tiananmen) entfernt. Perfekt! War auch das beste 3* Hotel, das ich je gesehen habe. Wir hatten sogar Frühstücksbuffet mit westlichen Leckereien! Das war mitunter das Beste an Peking: Croissants, Rührei, Speck und Brötchen! Und guter Kaffee!!! Herrlich!

Auf jeden Fall haben wir in den 4 Tagen und 4 Nächten ganz schön viele Kilometer runtergerissen. Wir haben den Sommerpalast, Tempel des Himmels, Tiananmen, die Verbotene Stadt, Jingshan, das MAOsoleum, das Vogelnest und natürlich die Chinesische Mauer gesehen. Einen Abend waren wir im Partyviertel von Peking feiern, haben Peking-Ente gegessen und haben Skorpione und Maden am Spieß gesehen (Nein, die habe ich nicht gegessen).

 Das alles ausführlich zu beschreiben würde etwas den Rahmen sprengen, deshalb beschränke ich mich auf unseren letzen kompletten Tag.

Es war auf jeden Fall Montag und wir hatten uns für den Tag die Mauer vorgenommen. Also haben wir das gleiche wie jeden Tag gemacht: erstmal frühstücken. Danach haben wir uns unseren Flyer, den Simon glücklicherweise am Flughafen eingesteckt hat, geschnappt. In diesem Flyer sind die 12 wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Peking eingetragen und wie man dort hinkommt. Da wir uns im Vorfeld überhaupt nicht über die Stadt informiert hatten und anfangs nicht einmal eine Karte besaßen, war dieser Flyer unser Ein und Alles...

Jedenfalls ab in die U-Bahn und durch die halbe Stadt gefahren. Dann standen wir also am Busbahnhof...

Exkurs: Verkehr in Peking

Das muss ich jetzt doch noch kurz loswerden. Mobilität scheint für Europäer in Peking ein hohes Gut zu sein. Die Einwohner fahren alle mit dem Fahrrad durch die Gegend (wirklich!), was für uns aber nicht in Frage kam, da wir wahrscheinlich bei einem Unfall ums Leben gekommen wären, es unglaublich kalt war und wir keine Ahnung hatten wohin.

Bleiben noch : Taxi/Rikshas, Bus und U-Bahn.

Angeblich fahren in Peking 60.000 Taxis rum. Wir einen Abend nach einer vollen Stunde in der Eiseskälte aufgegeben, eins zu bekommen. Die Taxifahrer reden überhaupt kein Englisch. KEINER! Wenn die also eine Langnase sehen, halten die gar nicht erst an. Und wenn mal einer anhält sollte man seinen gewünschten Zielort auf einem Blatt Papier stehen haben - in chinesischen Schriftzeichen, versteht sich. Bus ist wirklich nahezu unbrauchbar, wenn man sich nicht auskennt, da man wirklich nur Schriftzeichen überall sieht und man richtiges Glück haben muss, im richtigen Bus zu landen. U-Bahn ist in Ordnung, nur ist das U-Bahnnetz alles andere als flächendeckend, weshalb man zwischen 2 Stationen schon mal eine gute Stunde läuft. Genug vom Verkehr.

Wie gesagt am Busbahnhof und keine Ahnung, in welchen Bus. Alles abgeklappert, mit unserem kaum vorhandenem Mandarin und einer Karte in der Hand nach Hilfe gefragt...vergeblich. Bis wir auf einmal ein paar Europäer in einer Schlange an nem Bus sahen. Kurz auf Englisch nachgefragt, ob wir alle zufällig das gleiche Ziel verfolgen und ab in den Bus. Die drei hilfsbereiten Retter in der Not waren ein Deutscher, mit seiner chinesischen Frau aus Peking und seiner deutschen Nichte. Was für ein Zufall. Ich bin ja der festen Überzeugung, dass wir ohne die drei niemals zur Mauer gefunden hätten, da wir auf einmal aus dem Bus ausgestiegen und dann in ein Taxi eingestiegen sind, welches uns 5 dann letzten Endes zur Mauer gefahren hat. Der komplette Tag war wirklich gigantisch. Wir sind 8 km bei schönstem Herbstwetter mit Sonnenschein über die Chinesische Mauer bei Mutanyu gelaufen, die komplette Landschaft um uns hat in Herbstfarben geleuchtet. Unglaublich schön. Und die Sommerrodelbahn war auch nicht zu verachten

Wir haben also den kompletten Tag zu fünft verbracht und scheinbar sahen Simon und ich so bemittleidenswert aus, dass wir am Abend noch zum Essen in einem wirklich sehr guten Restaurant eingeladen wurden...

Falls jemand von euch den Eintrag hier lest: Vielen Dank für das Essen und den wunderschönen Tag, den ihr uns bereitet habt!

Insgesamt bin ich aber froh, dass ich in Hong Kong und nicht in Peking studiere. Die Stadt ist wesentlich weitläufiger, dreckiger und einfach nicht so alltagstauglich wie Hong Kong. Andererseits strotzt die Stadt nur so von geschichtlichen monumentalen Bauwerken, was mir natürlich sehr gefallen hat, was man aber nach spätestens einer Woche alles gesehen hat. Jedenfals kann ich jetzt behaupten, ich war in China, in der Welthauptstadt des Sozialismus!

So, Ende Gelände, muss jetzt weiter lernen...

So long from Hong Kong!

P.S.: Hier kriegt ihr noch eine Rundumsicht vom Platz des himmlischen Friedens:

 

23.11.08 13:00


Are you scared? -- by Bene/Kai

Sooo, 2. November 2008, 13:41 Uhr und eine Menge zu erzählen...

Erst mal zu den schönen Dingen im Leben:

Letzte Woche Freitag waren wir im "Ocean Parc", einer der beiden Vergnügungsparks in Hong Kong. Wir haben uns für diesen entschieden, da wir für das Disneyland irgendwie mittlerweile zu alt sind. Sind da gegen 16:00 Uhr hingefahren und gegen 17:30 waren wir im Park. Der Ocean Park unterscheidet sich meiner Meinung nach sehr deutlich von anderen Vergnügungsparks, die man so kennt. Nicht nur, dass er neben Achterbahnen und Fahrgeschäften auch einen kleinen Zoo, speziell einem Panda-Gehege, beinhaltet, sondern vor allem die außergewöhnliche Lage machen ihn zu etwas Besonderem. Man betritt den Park, hat besagten Kleinzoo direkt am Eingang, doch will man zu den ganzen Attraktionen, muss man erst einmal eine schöne Fahrt mit einer Seilbahn absolvieren. Der Hauptteil des Parks liegt hinter einer Hügelkuppe auf einer Art "Halbinsel" von Hongkong Island, mit Blick aufs Meer und einen Teil der Stadt.

Da Vorgestern Halloween war, war der Park dementsprechend geschmückt und mit Geisterhäusern aufgepeppt. Das Tolle daran war, dass die ganzen Chinesen in dem Park mehr an besagten Halloween-Sonderaktionen interessiert waren, als an den Achterbahnen, weswegen wir, trotz relativ vielen Besuchern, immer nur kurz für Fahrten anstehen mussten. Trotzdem haben wir uns einige der Geisterhäuser nicht entgehen lassen. Das waren ausnahmsweise mal richtig gruselige Orte. Wow! Der Emad hat sich vor Angst fast eingekotet und ich kann das gut verstehen. Die haben da echt einen tollen Job gemacht, nicht nur mit der Dekoration und den typischen Schockern in den Spiegellabyrinthen, sondern auch die Darsteller, die im Park rumgerannt sind um Besucher zu erschrecken. Wirklich gut.

So, da wir jetzt schon mal bei Halloween sind, kann ich auch gleich von Freitag Abend erzählen, der bisher beste Abend in Hong Kong!

An Halloween drehen hier wirklich alle komplett durch! Justin, Kai, Erol und ich hatten uns alle als Hawaiianische Hula-Tänzer verkleidet, was scheinbar gut angekommen ist. Wir sind zusammen mit Heike, eine 1,85 große, deutsche Blondine, die sich an dem Abend als Amüsierdame aus den 20-er Jahren verkleidet hatte, gegen 20:00 Uhr nach Lan Kwai Fong aufgebrochen. Zur Erinnerung: Lan Kwai Fong ist eins der 2,5 Partyviertel. Nur um nach LKF reinzukommen mussten wir etwa 2 Stunden Schlange stehen! Das beste anstehen meines Lebens! Die Chinesen waren alle so begeistert von unseren Kostümen, dass wir alle 2 Meter für irgendwelche Fotos posieren mussten. So wurden während des kompletten Abends, ohne jegliche Übertreibung, ca. 1000 Fotos von uns geschossen... Beweis:

 

Zählt am besten Mal, wieviele Kameras ihr während dieses 25 Sekunden Kurzvideos sehen könnt...

Damit ihr auch wisst wie ordentliche Hawaiianische Hula-Tänzer aussehen, hier Beweis 2:

 

Wir waren so unglaublich geil und sexy, dass, als wir in LKF angekommen sind, ein Bar-Besitzer zu uns kam und uns angeboten hat, dass wenn wir bei ihm feiern, den ganzen Abend Freibier bekommen. Wir mussten sein unmoralisches Angebot leider ausschlagen, um unsere "Fans" nicht zu enttäuschen:

Mann, ich weiß, das klingt alles etwas hochnäsig, aber wir wurden echt wie Stars behandelt... Dennoch haben wir die meiste Zeit auf den Straßen verbracht, haben Bier vor dem 7-eleven getrunken, haben Kinder zum Lachen gebracht,

haben neue Freunde kennen gelernt,

haben mit alten Freunden gefeiert,

haben uns auf Getränke einladen lassen, die Menge angeheizt, haben uns mit Models ablichten lassen,

und ich hab die geilste Verkleidung überhaupt gesehen. Als wir in einen Club gegangen sind, war dort ein Paar doch tatsächlich als Milli Vanilli verkleidet! So geil! Die sahen echt wie das Original aus und haben sogar genauso getanzt! Leider hatte ich keine Kamera parat...

Insgesamt war es wirklich ein besonderer Abend mit viel Gelächter und viel guter Laune.

Dennoch ersticken wir zur Zeit in Arbeit. Ich sitze schon seit 2 Stunden an einem Assignment, das wir am Montag abgeben müssen, am Donnerstag haben wir eine Zwischenprüfung in unserem Mandarinkurs und unsere Gruppenprojekte sind so umfangreich, dass ich bezweifle, dass wir die alle bis zur Deadline im Dezember fertig bekommen.

Und wenn man wie Simon und ich nächstes Wochenende nach Beijing will, muss man sich halt doppelt ins Zeug legen...

Naja, in diesem Sinne:

So long from Hong Kong!


 EDIT:

Hab gerade noch ein besseres Video gefunden, das uns zeigt, wie wir gerade in Lan Kwai Fong ankommen:

 

2.11.08 07:00


There´s no business like Hoe-business -- by Bene

Dienstag, 21. Oktober 2008, 20:51 Uhr.

Letzte Woche waren 3 Mid-term Tests angesagt, was bedeutet, dass wir die ganze Woche über in heftigem Lernstress waren. Nachdem wir aber am Donnerstag mit "Internet Computing" die letzte Zwischenprüfung hinter uns gebracht haben, war Feiern angesagt.

Da ich am Donnerstag, Freitag und Samstag im Hongkonger Nachtleben unterwegs war, dachte ich mir, ich nutze die Gelegenheit euch einmal allgemein über die Club- und Partyszene hier aufzuklären.

Also...

Erst einmal zu den Grundvorraussetzungen: Hong Kong hat 2,5 Partyviertel. Da wäre zum Einen Wan Chai, zum Anderen Lan Kwai Fong  und zum Halben Tsim Sha Tsui. Wan Chai und LKF findet man auf Hong Kong Island, TST auf dem Festland in Kowloon, gar nicht weit von unserem Wohnheim.

Ich halte TST nicht wirklich für ein vollwertiges Party-Viertel, eher was, um einen schönen, mittel-feucht-fröhlichen Abend zu genießen. Ich war dort am Samstag, um eigentlich ins "All Night Long" zu gehen, doch die haben unerwartet ihre Preise drastisch erhöht. Eine kleine Flasch Bier für 6€ und alle anderen Sachen für 10€ ist mir etwas zu teuer. Schade, ich mochte diese Bar wirklich...

Nun zu Wan Chai. Wir waren dort bisher noch nicht oft, ich dachte mir aber, ich sollte dieser Gegend mal eine Chance geben und war deshalb am Donnerstag und am Samstag (nach der "All Night Long"-Enttäuschung) dort. Irgendwie ist es dort etwas Besonderes, nicht zuletzt da Wan Chai gleichzeitig das Rotlichtviertel Hong Kongs ist. Konkret bedeutet das: eine Straße mit fast ausschließlich Stripbars und Bordellen in den Hinterzimmern (dort gibt es auch das  original "Bottoms Up" aus "James Bond: Der Mann mit dem goldenen Colt" ). Abseits dieser Straße findet man aber sehr gute Clubs und Bars. Das Problem an der ganzen Sache ist jedoch das Publikum: Generell kann man davon ausgehen, dass jede Asiatin dort eine Prostituierte ist. Meistens mit ihren europäischen Freiern im Schlepptau. Das restliche Publikum besteht auch eigentlich ausschließlich aus Europäern, hauptsächlich Engländern. Die meisten Frauen dort angeln sich dann am Ende des Abends die Männer, die nicht so auf Nutten stehen. So gesehen wird in Wan Chai irgendwie jeder entweder zur Hure oder zum Freier... Wenn man sich nicht durch die Gegenwart von Prostituierten stören lässt, nicht mit jeder hübschen Frau flirtet oder am besten in weiblicher Begleitung in Wan Chai feiern geht, kann man dort auf jeden Fall eine Menge Spaß haben!

Jetzt wäre noch von Lan Kwai Fong zu erzählen. Bisher meine häufigste Anlaufstelle. Am Hang gelegen besteht LKF aus mehreren Häuserblocks. Dort findet man unzählige Bars und einige Diskotheken, darunter die angesagtesten Hong Kongs. Da wäre zum Beispiel der "Beijing Club" oder das "Dragon-I", deren Gästelisten mit Celebrities wie Jackie Chan, Michael Jorden, Samuel L. Jackson und so weiter, glänzen. Hab mir sagen lassen, dass es sehr schwierig ist da rein zu kommen. Da man aber für ein Bier wahrscheinlich einen Kredit aufnehmen muss, hab ich diese Locations bisher eher gemieden. Nutten gibt es hier auch, aber nicht so viele wie in Wan Chai. Eigentlich muss man in Hong Kong, wo Geld alles ist, immer mit Frauen aus dem horizontalen Gewerbe rechnen...

Letzten Endes feiern wir die besten Partys in dem Lieblingsclub aller Studenten der Stadt: 7-eleven! Zwei große Dosen Bier für 1,50€, Selbstbedienung und immer was los: Was will man mehr?

 

So long from Hong Kong!

21.10.08 15:27


Cash rules everything around me -- by Bene

Dienstag, 14. Oktober, 14:27 Uhr.

Letzte Woche war ja an den Finanzmärkten der Welt die Hölle los. Zum Glück erholt sich mittlerweile ja wieder alles nach und nach, dennoch möchte ich das Thema hier aufgreifen, um eine typisch chinesische Charaktereigenschaft zu skizzieren.

Ich habe mir gestern mal eine der gefühlten tausend lokalen Tageszeitungen (sind alle umsonst) mitgenommen, um mich mal über diese ganze Finanzkrise zu informieren. Die komplette erste Seite war gefüllt mit einem Bericht über eine baldige Rede des Obermackers (keine Ahnung, was der jetzt für nen Titel hat) von Hong Kong. Der meinte im Vorfeld seiner Rede ganz bescheiden, dass Hong Kong, da New York und London durch die Finanzkrise ja von der Bildfläche verschwinden werden, als großer Gewinner und neues, führendes Welt-Finanz-Zentrum aus der Krise hervorkommen wird. Das ist doch mal ein Statement! Diese ganze Schwarzmalerei in Europa geht hier allen am Arsch vorbei, Hauptsache China ist der "Phönix aus der Asche" (was ja zu beweisen bleibt)! Für das Volk!

Diese Woche stehen insgesamt 3 Zwischenprüfungen an, von denen ich eine schon absolviert habe. Das Lernen darauf war eine Katastrophe, ich habe hier irgendwie noch schlimmere Motivationsprobleme als in Deutschland. Naja, wir durften heute wenigstens das Skript benutzen, was auch der einzige Grund dafür ist, dass ich diese Zwischenprüfung höchst wahrscheinlich bestanden hab. Ich hätte mir doch ein englisches Wörterbuch kaufen sollen, hatte zum Teil nämlich wirklich Verständnisprobleme, obwohl das das Letzte war, mit dem ich gerechnet hatte.

Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel Neues... bis auf eine Kleinigkeit:

Vielleicht ist es nur eine Phase, aber ich fühle mich zur Zeit etwas einsam. Es ist nicht, dass ich alleine die ganze Zeit in meinem Zimmer hocke, man ist hier eigentlich immer unter Leuten und hat Spaß. Die Sache ist nur die, dass ich von niemandem, ausgenommen Familie und Freundin, mal ab und zu eine Nachricht aus good old germany bekomme. Haltet mich mal ein wenig auf dem Laufenden, wie es euch so ergeht! Interessiert mich wirklich!

In diesem Sinne:

So long from Hong Kong!

14.10.08 08:47


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