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Proverb

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: "Wer einschläft mit Popo die kratzt, der aufwacht mit Finger die stinkt!!"

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Ein Prosit der Gemütlichlichkeit / One world one dream -- by Bene

Sonntag, 23.11.2008, 18:45 Uhr.

 

Ich weiß der letzte Eintrag ist schon eine Weile her, aber wir haben zur Zeit so unglaublich viel zu tun, dass wir vor lauter studieren keine Zeit mehr für sonstige Freizeitaktivitäten haben...

Aber, da Simon neue Fotoalben online gestellt hat, möchte ich euch natürlich die entsprechenden Geschichten dazu nicht vorenthalten.

Fangen wir mit dem "German Bierfest Marco Polo Hong Kong 2008" an:

Jedes Jahr findet im Marco Polo - Hotel in TST besagtes deutsches Volksfest statt. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Das Hotel ist im gleichen Gebäude wie das "Harbour-City", Hong Kong´s größte Shopping Mall. Das Bierfest ist auf dem Dach dieses Hotels mit herrlicher Aussicht auf Hong Kong Island. Ein paar Bierzelte aufgebaut, ein Hauptzelt mit Musik und ein Haufen Essenstände mit deutschen Spezialitäten.

Zu der Musik: Die Band/Blaskappelle, die für die Musik sorgte hieß die "Notenhobler". "NOTENHOBLER"!!! Ich hab mich nicht mehr gekriegt, als ich den Namen gelesen hab. Anscheinend irgendeine zusammengewürfelte Band, bestehend aus Freizeitmusikern und Musikstudenten(!), die Gassenhauer wie "in München steht ein Hofbräuhaus", "Dancing Queen" und "Ein Prosit der Gemütlichkeit" zum Besten gab und alle 5 Minuten zum "Zicke, zacke, zicke, zacke, HOI, HOI, HOI" aufriefen. Unglaublich! Das Beste war aber, dass das den Chinesen unglaublich gefallen hat! Hunderte Chinesen, die entweder schunkelnd auf der Bank ihre Schweinshaxe gegessen haben, oder, was wesentlich häufiger vorkam, mit dem Bierkrug in der Hand auf der Bierbank stehend das "Hoi Hoi Hoi" auf das vorangegangene "Zicke zacke zicke zacke" zurückzubrüllen. Das muss man sich mal vorstellen! Ein göttlicher Anblick...

Beim Alphorn-Wettblasen, sind die weiblichen Chinesinnen dann natürlich vollkommen durchgedreht und haben ihr Künste an diesem riesigen Blasinstrument zum Besten gegeben.

Zum Essen: SCHMACKOFATZ!

 Nürnberger, frisch gebackene Brezeln, Schweinshaxe, Apfelstrudel, Schwarzwälder Kirschtorte, Sauerkraut, Kartoffelbrei, usw...

Hab mir eine Vorspeisenplatte mit Schwarzwälder Schinken und diversen Käsesorten gekauft und später noch Nürnberger mit Kartoffelsalat. Emad hat zu Lamm mit Rotkohl und Kartoffelbrei gegriffen während Justin sich mit der Schweinshaxe vergnügt hat. Alles sehr, sehr lecker.

Irgendwann nach der Happy Hour hab ich mich gewundert, warum die Chinesen und alle anderen Europäer es so unglaublich geil finden, die niederste Form des deutschen Kulturguts - Schunkeln und Gröhlen - für total überteuerte Preise zu Hunderten auszuüben. Emad meinte dazu nur, dass in den Augen der Anderen ein Klischée war geworden ist. Ich bin ja der Meinung, dass die Chinesen denken, dass in Deutschland jeder das ganze Jahr über mit Lederhosen und Bierkrug in der Hand rumläuft.....

 

Sooooo, dann waren Simon und ich ja auch noch in Beijing und haben uns dort etwas die Stadt angeschaut.

Unser Hotel, das "Days Inn" lag direkt im Stadtzentrum, östlich von der Verbotenen Stadt und zwei Minuten vom Platz des himmlischen Friedens(Tiananmen) entfernt. Perfekt! War auch das beste 3* Hotel, das ich je gesehen habe. Wir hatten sogar Frühstücksbuffet mit westlichen Leckereien! Das war mitunter das Beste an Peking: Croissants, Rührei, Speck und Brötchen! Und guter Kaffee!!! Herrlich!

Auf jeden Fall haben wir in den 4 Tagen und 4 Nächten ganz schön viele Kilometer runtergerissen. Wir haben den Sommerpalast, Tempel des Himmels, Tiananmen, die Verbotene Stadt, Jingshan, das MAOsoleum, das Vogelnest und natürlich die Chinesische Mauer gesehen. Einen Abend waren wir im Partyviertel von Peking feiern, haben Peking-Ente gegessen und haben Skorpione und Maden am Spieß gesehen (Nein, die habe ich nicht gegessen).

 Das alles ausführlich zu beschreiben würde etwas den Rahmen sprengen, deshalb beschränke ich mich auf unseren letzen kompletten Tag.

Es war auf jeden Fall Montag und wir hatten uns für den Tag die Mauer vorgenommen. Also haben wir das gleiche wie jeden Tag gemacht: erstmal frühstücken. Danach haben wir uns unseren Flyer, den Simon glücklicherweise am Flughafen eingesteckt hat, geschnappt. In diesem Flyer sind die 12 wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Peking eingetragen und wie man dort hinkommt. Da wir uns im Vorfeld überhaupt nicht über die Stadt informiert hatten und anfangs nicht einmal eine Karte besaßen, war dieser Flyer unser Ein und Alles...

Jedenfalls ab in die U-Bahn und durch die halbe Stadt gefahren. Dann standen wir also am Busbahnhof...

Exkurs: Verkehr in Peking

Das muss ich jetzt doch noch kurz loswerden. Mobilität scheint für Europäer in Peking ein hohes Gut zu sein. Die Einwohner fahren alle mit dem Fahrrad durch die Gegend (wirklich!), was für uns aber nicht in Frage kam, da wir wahrscheinlich bei einem Unfall ums Leben gekommen wären, es unglaublich kalt war und wir keine Ahnung hatten wohin.

Bleiben noch : Taxi/Rikshas, Bus und U-Bahn.

Angeblich fahren in Peking 60.000 Taxis rum. Wir einen Abend nach einer vollen Stunde in der Eiseskälte aufgegeben, eins zu bekommen. Die Taxifahrer reden überhaupt kein Englisch. KEINER! Wenn die also eine Langnase sehen, halten die gar nicht erst an. Und wenn mal einer anhält sollte man seinen gewünschten Zielort auf einem Blatt Papier stehen haben - in chinesischen Schriftzeichen, versteht sich. Bus ist wirklich nahezu unbrauchbar, wenn man sich nicht auskennt, da man wirklich nur Schriftzeichen überall sieht und man richtiges Glück haben muss, im richtigen Bus zu landen. U-Bahn ist in Ordnung, nur ist das U-Bahnnetz alles andere als flächendeckend, weshalb man zwischen 2 Stationen schon mal eine gute Stunde läuft. Genug vom Verkehr.

Wie gesagt am Busbahnhof und keine Ahnung, in welchen Bus. Alles abgeklappert, mit unserem kaum vorhandenem Mandarin und einer Karte in der Hand nach Hilfe gefragt...vergeblich. Bis wir auf einmal ein paar Europäer in einer Schlange an nem Bus sahen. Kurz auf Englisch nachgefragt, ob wir alle zufällig das gleiche Ziel verfolgen und ab in den Bus. Die drei hilfsbereiten Retter in der Not waren ein Deutscher, mit seiner chinesischen Frau aus Peking und seiner deutschen Nichte. Was für ein Zufall. Ich bin ja der festen Überzeugung, dass wir ohne die drei niemals zur Mauer gefunden hätten, da wir auf einmal aus dem Bus ausgestiegen und dann in ein Taxi eingestiegen sind, welches uns 5 dann letzten Endes zur Mauer gefahren hat. Der komplette Tag war wirklich gigantisch. Wir sind 8 km bei schönstem Herbstwetter mit Sonnenschein über die Chinesische Mauer bei Mutanyu gelaufen, die komplette Landschaft um uns hat in Herbstfarben geleuchtet. Unglaublich schön. Und die Sommerrodelbahn war auch nicht zu verachten

Wir haben also den kompletten Tag zu fünft verbracht und scheinbar sahen Simon und ich so bemittleidenswert aus, dass wir am Abend noch zum Essen in einem wirklich sehr guten Restaurant eingeladen wurden...

Falls jemand von euch den Eintrag hier lest: Vielen Dank für das Essen und den wunderschönen Tag, den ihr uns bereitet habt!

Insgesamt bin ich aber froh, dass ich in Hong Kong und nicht in Peking studiere. Die Stadt ist wesentlich weitläufiger, dreckiger und einfach nicht so alltagstauglich wie Hong Kong. Andererseits strotzt die Stadt nur so von geschichtlichen monumentalen Bauwerken, was mir natürlich sehr gefallen hat, was man aber nach spätestens einer Woche alles gesehen hat. Jedenfals kann ich jetzt behaupten, ich war in China, in der Welthauptstadt des Sozialismus!

So, Ende Gelände, muss jetzt weiter lernen...

So long from Hong Kong!

P.S.: Hier kriegt ihr noch eine Rundumsicht vom Platz des himmlischen Friedens:

 

23.11.08 13:00
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


bene (24.11.08 16:32)
ich bin untröstlich, falls das video nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt hatte...


thea / Website (4.12.08 06:10)
hey ihr! hab den eintrag gelesen und wollt nur schnell sagen, gern geschehen und wir fanden den tag auch sehr genial:-) liebe gruesse nach Hongkong und weiterhin ne geile zeit!!! die deutsche nichte thea

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